MUSA (Tanztheater in zwei Akten von Irina Roehrig - Produktion: Der Blaue Vogel 1999)

Moskau, Kulturnij dom, Berlin, Theater im Russischen Haus. „Eine Muse betritt die Erde, aber sie findet einfach keine Menschen, die von ihr geküsst werden wollen...“

STADT GRANIZA (Tanztheater in zwei Akten von Irina Roehrig - Produktion: Der Blaue Vogel 2001/2002)

Musik von Frangis Ali-Sade
Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds
Mit Tänzern aus Moskau (Solisten des Musiktheaters Natalia Saz) und Berlin (Solisten der Komischen Oper Berlin), sowie Tänzern der Freien Szene
Uraufführung: Akademie der Künste Berlin, Zweite Spielserie: Kunsthaus Tacheles Berlin.

„Die eine Hälfte der Stadt ist mobiltelefonsüchtig, die andere Hälfte scheint kein andres Ziel zu haben als genau so zu werden. Währendessen beginnt eine aussichtslose Liebesgeschichte: Eine Frau, die das alles nicht will, muss einfach verrückt sein...“

RUSSENBUS (Dokumentarfilm 104 Minuten von Irina Roehrig - Produktion: Axel-Brandt-Filmproduktion D 2003)

„36 Stunden dauert die Fahrt im Linienbus von Berlin nach Moskau. In der Auszeit während der Reise ist viel Raum für die Gedanken und Hoffnungen der Passagiere. Die einen sind Emigranten auf Heimatbesuch, die andren fahren zurück nach Hause und sind durch die gesellschaftlichen Umbrüche doch entwurzelt. Dieser Umstand macht sie zu wachen Beobachtern der Gegenwart im Osten wie im Westen. Wahrscheinlich werden sie sich nie wieder begegnen, doch für die Zeit der Reise sind sie eine Gemeinschaft: Natascha, die in Berlin lebende Schauspielerin, Juri, der ein Kind in Berlin hat, das er nicht treffen darf, Galina, die nach Deutschland gezogen ist, nachdem ihr Mann von der Mafia ermordet wurde, Alexej und Maxim, die Moskauer Breakdancer, die in Berlin auf der Straße Geld ertanzt haben, Nikolai, der Opernsänger auf Weg zu seiner Mutter...“

PATRIOTINNEN (Dokumentarfilm 84 Minuten von Irina Roehrig - Produktion: Axel-Brandt-Filmproduktion D 2013)
russische Fassung «Три героини в поисках родины /Drei Heldinnen suchen ihre Heimat“
Ein Film von Irina Roehrig mit ELENA FROLOWA und der Stimme von IRIS BERBEN
Webseite zum Film

„Wer Russland heute verstehen will, kommt an MARINA ZWETAJEWA nicht vorbei: Die Dichterin, die vor 100 Jahren mit Lust den Tabubruch betrieb, hat dort längst Kultstatus. Elena Frolowa, die Sängerin, steigt wie ein weiblicher Orpheus in die Tiefe der Vergangenheit, um ihrer Eurydike Zwetajewa zu neuem Leben zu verhelfen. Zwetajewas Gedichte verwandelt die Musikerin in ausdruckstarke Lieder und beatmet damit die verlorene Epoche vor der Russischen Revolution. Die mystische Umarmung zwischen Sängerin und Dichterin über die Zeit des Sozialismus hinweg ist der aufrechten Sozialistin und Mutter der Sängerin Maja Frolowa nicht geheuer. Superkapitalismus, Sowjetunion, Zarenzeit: Drei Frauen in drei russischen Systemen. Jenseits der Macht ringen sie jeweils um ihr eigenes Russland. Marina Zwetajewa: "Ich hasse mein Jahrhundert, weil es ein Jahrhundert der organisierten Massen ist! Ich habe das Recht, nicht mein eigener Zeitgenosse zu sein.“

Iris Berben: „Was für ein wunderbarer Film!“

Tatjana Tschagina, Goetheinstitut Moskau: „Der Film ist einfach erschütternd stark. Ein episches Gemälde. Am Ende flossen die Tränen, das gab es schon lange nicht mehr...Danke für die Aufrichtigkeit und Schönheit. Danke dem Kameramann für die wunderbare Arbeit...“

Webseite Stadt Elabuga/Tatarstan: „Ein ungewöhnliches und aufwühlendes Ereignis fand heute Abend statt: Der große Saal der Universität war voll besetzt und man kann mit Sicherheit sagen, daß der Film "«Три героини в поисках родины /Drei Heldinnen suchen ihre Heimat/Patriotinnen“ der Regisseurin Irina Roehrig bei allen Zuschauern einen großen Eindruck hervorrief. (...) Im Film sind nicht wenige durchdringende, die Kehle zuschnürende Momente, die in den Augen der Zuschauer Tränen hervorrufen. Und Tränen bekam auch Irina Roehrig in die Augen, als die weltbekannte Schriftstellerin und Zwetajewa-Kennerin Irma Kudrova nach der Vorführung sagte: „Wir sahen heute einen äußerst starken Film: Es ist der beste Film über Zwetajewa. In Russland wurde dergleichen nicht geschaffen.“

  • Süddeutsche Zeitung: „Der erste Hund, den Du streichelst... - Ein großartiger Film über Marina Zwetajewa.“
  • Märkische Allgemeine Zeitung: „...der ganz und gar wunderbare Dokumentarfilm „Patriotinnen“...“
  • Helga Reidemeister: "Der Film ist bewegend - habe ihn zweimal gesehen, ist nicht genug, - so reichhaltig und vielschichtig sind Inhalt, Form und Tonebene."
  • Manfred Behrens, WDR: "Ich gratuliere herzlich zu diesem Film – zeigt er doch, dass es im allgemeinen Wahnsinn doch noch so etwas wie Augen- und Ohrenöffnendes geben kann.“
  • Knut Elstermann, "Zwölf Uhr mittags" radio eins RBB, 6.9.2014: „Wunderbar, dass in diesen Zeiten ein anderer Blick auf Russland möglich wird.“
  • FILME

    2013: PATRIOTINNEN Dokumentarfilm 84 Minuten. Buch und Regie.
    englisch: "PATRIOTS & POETS - FROLOVA & TSVETAEVA"
    russisch: "TRI GEROINI V POISKAH RODINI"
    MIT
    Elena Frolowa
    Tatjana Kuprianowa
    und der Stimme von Iris Berben als Marina Zwetajewa
    Tatjana Kuprianova
    Maja Frolowa
    Mina Causevic
    Gabi Herz
    Lukas Bartsch
    Helmut Roehrig u.v.a.
    Festivaleinladungen (russisch)
    ARTDOKFEST MOSKAU, Dezember 2013
    TERRITORIUM FILM, Kaliningrad April 2014
    VIKTOR-SCHNEIDER-FESTIVAL, München Oktober 2014
    BLICK 15 Goethe Institut Moskau November 2015
    ZWETAJEWA-SYMPOSIUM Elabuga, Tatarstan, September 2016
    LITERARISCHE KONFERENZ ST PETERSBURG Mai 2017
    Festivaleinladungen (deutsch)
    FESTIVAL „DICHTER & DIE REVOLUTION“ München, September 2017
    KINOFORUM HAMBURG Metropolis, November 2014
    STRANGER THAN FICTION KÖLN, Januar 2015
    RUSSISCHE KULTURTAGE FREIBURG, April 2015
    CINEMATOGRAPH Thalia Potsdam, November 2015

    2002/2003: RUSSENBUS Dokumentarfilm 104 Minuten. Buch und Regie.
    Uraufführung Berlinale 2003, Talent Campus, Haus der Kulturen der Welt
    MIT
    Natalja Bondar
    Nicolay Borchev
    Gulia Khalilova
    Elena Arseniewa
    Wladimir Arseniew
    Tatjana Miller
    Alexander Merslikin
    Juri Boldyrew
    Maxim Markovitsch u.a.
    Festivaleinladungen
    Internationales Dokumentarfilmfest München 2003
    Dokumentarfilmfestival Jekaterinburg 2004
    Dokumentarfilmfestival Saratov 2004
    Preise
    Planet-TV Dokumentarfilmpreis 2003
    Hauptpreis Dokumentarfilmfestival Saratov 2004

    2003: ZUG UM ZUG - BUDAPEST 1944 Dokumentarfilm 90 Min. Zweite Kamera, Co-Regie. (Konzept Axel Brandt, Regie Bertram von Boxberg)
    MIT
    Zeitzeugen (Israel)
    und Schauspielern des Staatstheaters Stuttgart
    Festivaleinladungen
    Internationales Dokumentarfilmfest München 2005
    Warsaw International Filmfestival Jewish Motives 2005
    Jewish Filmfestival Melbourne/Sidney 2005

    2001: DIE STÖRRISCHE HEILIGE 26 Min, Choreographie, Szenenbild, Regie

    MIT
    Angela Reinhardt
    Uwe Küßner
    Solisten des damaligen Ballettensembles der Komischen Oper Berlin

    THEATERARBEITEN

    2005: HAUTKOPF Tanzoper, 95 Minuten Konzept, Choreographie und Regie
    Text Kristo Sagor, Musik Winfried Radeke, „Bühnen&Kostümbild Frank Chamier“. Neuköllner Oper Berlin.
    "Was tun, wenn das Problem nicht der Islam, sondern der eigene Sohn ist?”
    MIT
    Mimi Messner
    Andreas Schwankl
    Lance Hendrix
    Eva Maurischat
    Dominik Stein
    Christph Reiche u.a.

    2006: VERVOLKT Tanztheater für Jugendliche, 20 Minuten Konzept, Regie, Choreographie
    Werkstatt der Kulturen Berlin
    ein Projekt von TUSCH des Berliner Senats

    2001/2002: STADT GRANIZA Tanztheater in zwei Akten. Libretto, Regie, Choreographie, Kostüm- und Bühnenentwurf, Musikzusammenstellung
    Tanztheater über die Abgründe zwischen den Lebensträumen von Ost und West.

    Musik: Frangis Ali-Sade (Baku/Berlin)
    MIT
    Elena Petritschenko (Solistin des Musiktheaters imeni Natalia Saz, Moskau)
    Sergej Tschumakov (Solist des Musiktheaters imeni Natalia Saz, Moskau)
    Gulia Khalilova u.a. (Solistin des Musiktheaters imeni Natalia Saz, Moskau)
    Angela Reinhardt (Solistin der Komischen Oper Berlin)
    Uwe Küßner (Solist der Komischen Oper Berlin)
    Rosie Kay (Free Lance, Berlin)
    Edsel Scott (Free Lance, Berlin)
    Anja Spitzer (Free Lance, Berlin)
    Mevlana van Vark (Free Lance, Berlin)
    Daniel Yamada (Free Lance, Berlin)
    Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.
    Uraufführung: Akademie der Künste Berlin
    Zweite Spielserie: Kunsthaus Tacheles Berlin.

    1999: Der Blaue Vogel: AUS DEM PARADIES Ballett in zwei Akten. Libretto, Choreographie, Regie, Kostüm und Bühnenbild

    MIT
    Elena Petritschenko
    Sergej Tschumakov
    Anna Kokovina
    Andrej Kholodkow
    Elena Schewtsowa u.a.
    Moskau, Kulturnij dom
    Berlin, Theater im Russischen Haus

    1995/96: DER BLAUE VOGEL Choreographie und Konzept für Schauspieler, Tänzer und Handpuppen: Irina Roehrig

    Szenische Inszenierung nach Gedichten von Daniil Charms.
    Eröffnung des Grünen Salons, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

    Stipendien

    1996: Stipendium Käthe-Dorsch-Stiftung

    2016: Stipendium Goethe Institiut Moskau

    Webseiten

     PATRIOTINNEN - Der Film

    PATRIOTINNEN auf facebook

    PATRIOTINNEN - Der Trailer

    Irina Roehrig: „Weil ich so oft gefragt werde: „Wieso Russland?“ ...Und wieso der Blaue Vogel, dieses unmodische Wesen, das überhaupt nicht mehr in unsre rundum erfasste Welt zu passen scheint? - Als der Eiserne Vorhang fiel, war ich als „Westkind“ stark berührt von dem, was diese für mich „neuen Menschen“ aus dem „Ostblock“ besaßen. Ich sah, daß sie etwas Kostbares mitbrachten, etwas, das ich im Westen bis dahin manchmal sehr vermisst hatte. Meine Begeisterung über den erwarteten Austausch wurde aber bald enttäuscht. Ich realisierte, daß zwischen West und Ost fast nur in eine Richtung getauscht wurde. Jene von mir wahrgenommene Qualität schien gar keinen Wert zu haben, - vielleicht, weil man sie weder kaufen noch verkaufen konnte. Deshalb bewegte ich mich in die entgegensetzte Richtung, erst mit Tanztheaterproduktionen, ab 2002 mit Film."